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Tobias Baur
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Rathausrunde von Tobias Baur, 16. September 2010
CDU und SPD haben zur besseren Vermarktung des von ihnen falsch geplanten Baugebiets Kreuzerfeld Süd neue Subventionen für Familien unter dem Deckmantel „familienfreundlich“ und „sozial“ beschlossen. Einseitige Zuschüsse ausgerechnet für diejenigen, die sich das Bauen leisten können.
Dies ist völlig paradox vor dem Hintergrund, dass beide Parteien noch vor ein paar Jahren die Eigenheimzulage abgeschafft haben, weil deren sozialer Nutzen bezweifelt wurde. Sind es doch alle Steuerzahler, auch die die nicht bauen können, die für diese Subvention aufkommen müssen. Auch Mitnahmeeffekte von nicht Bedürftigen und indirekte Subvention der Bauwirtschaft wurden damals befürchtet.
Bei der Rottenburger Subvention ist dies nicht anders. Es werden wohl kaum Familien die Überlegung zu bauen von ein paar tausend Euro abhängig machen.
Kehrt nun die Klientelpolitik als gelebter Sozialpopulismus der CDU nach Rottenburg zurück? Herr Schneiderhahn und einige Kollegen frohlocken, obwohl sie wissen, dass das Geld andererseits bei Schule, Integration z.B. Sprachunterricht fehlt.
Jetzt erwarte ich nur noch, dass diese gleichen Personen im Herbst die Grundsteuer nochmals erhöhen und die Hausbesitzer wieder schröpfen, die sie jetzt begünstigen.
In der Rottenburger CDU scheint das Thema Grundsteuererhöhung durchaus wieder salonfähig. Spannend wird sein, ob sich Horst Schuh kurz nach seiner zu erwartenden Wahl zum Landtagskandidaten traut, mit seiner Fraktion gleich eine lokale Steuererhöhung durchzusetzen. Wundern würde ich mich nicht.
Verlassen kann man sich dann sicher darauf, dass es das Duo Schuh/Neher den Vorgängern Merz/Tappeser gleich macht: In der Krise die Steuern zu erhöhen und sie dann in Boomzeiten trotz Rekordeinnahmen nicht mehr zurückzunehmen. Dies ist der Auswuchs der Verbeamtung und der Doppelmoral in Rathaus und Politik. Es reicht.
Tobias Baur
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