Rottenburg im Doppelpack: Die beiden Städte Deutschlands im Vergleich

Viele Städte in Deutschland sind vom Namen her nicht so einzigartig, wie man vielleicht denkt. Es gibt zahlreiche Beispiele von Orten, die es nicht nur einmal gibt, so wie es zum Beispiel nur einen einzigen und originalen Cherry Willkommensbonus gibt, sondern gleich mehrfach. Wir möchten uns an dieser Stelle natürlich der Stadt Rottenburg widmen, die in Deutschland zweimal existiert. 

Neben unserer Heimat Rottenburg am Neckar hat auch Bayern ein Rottenburg, welches an der Laaber liegt. Die Frage: Was kann man in beiden Städten erleben? Was haben sie gemeinsam, oder wie unterschiedlich sind sie eigentlich? Und gibt es Hinweise darauf, wie die Städte zu ihrem Namen kamen?

Rottenburg am Neckar in Baden-Württemberg

Wir sind zuhause in Rottenburg bei Tübingen in Baden-Württemberg. Die Stadt zählt etwas mehr als 40.000 Einwohner und liegt am wunderschönen Neckar. Durch die Nähe zu Stuttgart und Tübingen ist Rottenburg eine beliebte Stadt geworden, die nicht nur eine interessante Geschichte zu bieten, sondern auch sehenswerte Ziele hat. Die Historie der Stadt lässt sich bis in die Römerzeit zur Regierungszeit Trajans zurückverfolgen, wo das Gebiet mit dem Namen Sumelocenna eine bedeutende Gegend war. Diese römische Vergangenheit können Besucher wunderbar im Römischen Stadtmuseum nachvollziehen, das auch Ausgrabungen der alten Stätte zeigt. 

Die Stadt machte auch im Mittelalter spannende Zeiten durch und wurde im 13. Jahrhundert erstmalig in ihren Form urkundlich erwähnt. Einige Gebäude und die Altstadt prägen heute noch das Bild des mittelalterlichen Rottenburgs, wie die engen Gassen und natürlich der Dom St. Martin. Herrlich entspannen kann man im Neckartal, und unbedingt besuchen sollten Gäste die weit über die Grenzen hinaus bekannte “Fasnet” zu Karneval. Besonders viel Aufwand wird für das Spectaculum betrieben, das alle zwei Jahre stattfindet und Rottenburg wieder in eine mittelalterliche Stadt verwandelt. 

Rottenburg an der Laaber in Bayern

Im Gegensatz zum großen Namens-Nachbarn in Bayern-Württemberg ist das bayerische Rottenburg deutlich kleiner und besitzt weniger als 10.000 Einwohner. Entstanden ist der Ort vermutlich aus einem römischen Wachposten und wurde später weiter zu einer Burg ausgebaut, die allerdings im 17. Jahrhundert niederbrannte. Die Stadt verbreitet aber auch heute noch historisches Flair mit dem alten Rathaus und anderen wundervollen Fassaden. Der kleine Ort besitzt keine ausgefallenen Sehenswürdigkeiten, ist aber dennoch einen Ausflug wert, wenn man in der Nähe ist. 

Was die Namensgebung beider Städte – und die anderen Varianten wie Rothenburg (z.B. Rothenburg ob der Tauber) – betrifft, so gibt es mehrere Erklärungen dafür. Einerseits geht man davon aus, dass es sich früher um den Namen “rote Burg” gehandelt haben könnte. Andererseits kann es sein, dass es sich um die Umschreibung einer zerstörten, einer verrotteten Stadt handelt, was vor allem bei Rottenburg am Neckar eine mögliche Option sein kann. Es ist wahrscheinlich, dass der Name eine historische Bedeutung hat und nicht zufällig entstand. Auch wenn es zwischen den beiden Rottenburgs keine offensichtliche Verbindung gibt, so ist es doch hoch interessant, dass die Städte trotz ihrer unterschiedlichen Geschichte die gleiche Basis dafür lieferten, unabhängig voneinander diesen speziellen Namen zu tragen.